Negative/de

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Negativbilder

Vielleicht arbeitest du bei deinen Aufnahmen noch immer mit analogem Filmmaterial. Oder du möchtest ältere Filme, die du eingescannt hast, bearbeiten. Meist handelt es sich dabei um sogenannte Negative. Bedeutet, helle Stellen im Bild werden dunkel wiedergegeben und dunkle Stellen hell. Bei Farbnegativfilmen kommt noch eine zusätzliche braun-orange Maskierung dazu und die Farben erscheinen auf den ersten Blick genau so negativ gemischt.

RawTherapee besitzt keine unmittelbare Ein-Klick-Unterstützung für Negativmaterial. Aus diesem Grund beschreibt diese Seite etwas ausführlicher, wie solche Bilder trotzdem mit RawTherapee bearbeitet werden können.



Auf Grund der noch nicht übersetzen Seite "Filmsimulation", auf die hier immer wieder verwiesen wird, übersetze ich den folgen Abschnit noch nicht:

  1. Invert a diagonal tone curve either in the Exposure tool, or all of the curves in the RGB Curves tool. In the Color Management tool select "No profile" as the input profile. The downside is that there are tonal shifts when doing this.
  2. Use a negative Hald CLUT via the Film Simulation tool. The "RawTherapee Film Simulation Collection" contains one, get it from the Film Simulation page. The downside is that some controls might operate in reverse, such as the Exposure slider, and you may experience clipping in the shadows and/or highlights as these tools are not designed to work with negatives.
  3. In addition to using the neutral negative Hald CLUT as described above, if you have a successful workflow of not only inverting negatives but also toning them to your liking in RawTherapee or in other software, you could make your own negative Hald CLUT which reproduces the whole look including negative inversion. To do that, apply the same steps to the "identity Hald CLUT image" shipped with the RawTherapee Film Simulation Collection as you would to a photo negative, save it under a new name, then open a photo negative in RawTherapee and apply that new Hald CLUT image. This lets you instantly achieve not only negative inversion but also your own toning with the click of a button, leaving you only needing to expand the histogram by adjusting the Exposure slider or using curves.
  4. Currently the best method is to use the DCP (DNG Camera Profile) for your camera model but edited in DNG Profile Editor so that the diagonal tone curve is inverted, then manually loading this DCP in RawTherapee for all negative shots. Method outlined below.

Ein DCP für Negative erstellen

Bildausschnitt des DNG Profil Editors mit der Tone Curve Registerkarte. Zeigt die diagonal invertierte Ton-Kurve für die Verwendung mit Negativen.
Die L* Kurve wird zur Behandlung eines Negativs mit einem negativen DCP verwendet. Die linke Spitze beruht auf dem Hintergrund um das eingescannte Foto, der das Foto ins absolute Schwarz gleiten lässt. Die rechte Spitze ist das eigentliche Foto des Scanns.
  1. Lade dir den DNG Profile Editor herunter. Unter Linux arbeitet das Tool auch gut mittels wine.
  2. Konvertiere eins deiner Fotos, egal ob aus der Kamera oder gescannt, zu DNG. Lies hierzu die Anleitung "Raw-Bilder zu DNG konvertieren".
  3. Öffne das DNG-Bild im DNG Profile Editor
  4. Prüfe in der Registerkarte Color, ob das Basisprofil "Adobe Standard ( <Dein Kameramodell> ) vorhanden ist. Wenn ja, wähle es aus. Wenn nein, wähle "Choose external profile" und suche das File mit der Bezeichnung "<your camera model> Adobe Standard.dcp". Die Anleitung "Wie werden LCP- und DCP-Profile erstellt?" erklärt, wie man zu diesem File kommt.
  5. Invertiere die Diagonale in der Registerkarte Tone Curve so, dass sie von links oben nach rechts unten geht.
  6. Auch noch in Tone Curve gibt es die Wahl zwischen drei Base Tone Curves. "Base Profile" und "Camera Raw Default" sind für gewöhnlich identisch und liefern mehr Kontrast, während "Linear" das Bild flacher wirken lässt. Zu empfehlen ist, ein DCP mit "Base Profile" und eins mit "Linear" abzuspeichern und in RawTherapee zu entscheiden, welche Variante dir besser geeignet scheint. Beide DCPs benötigen eine Überarbeitung mit RawTherapee, aber "Linear" benötigt eher mehr davon als "Base Curve". Wobei mit "Base Curve" die Farben auch schnell mal übersättigen könen. Also aufpassen.
  7. Um das DCP zu erstellen, klicke auf "File > Export <your camera model> profile...". Zu empfehlen ist, wie im vorhergehenden Schritt angesprochen, zwei Versionen zu speichern.

Um nun dieses DCP für Negative zu verwenden, öffne das Negativ im Editor von RawTherapee, gehe zu Registerkarte Farbe > Farbmanagement > Eingangsfarbprofil, wähle DCP/ICP-Profil und suche dazu das neue DCP-File heraus. Selektiere noch DCP > Tonwertkurve.

Wenn du in RawTherapee Bilder unter Verwendung von DCPs bearbeitest, denke daran, dass bei der Verwendung von Tonwertkurven, die mit den RGB-Kanälen arbeiten (Tonwertkurve 1 und 2 im Werkzeug Belichtung), nicht nur die Helligkeiten verändert werden, sondern auch die Farbsättigung. Steuere entweder die Farbsättigung unter Verwendung der Tonwertkurven-Modes "Gewichteter Standard" und "Sättigung und Überlagerung" oder du vermeidest das Problem ganz, wenn du im L*a*b-Farbraum arbeitest. Der Vorteil hierbei ist, dass die L*-Kurve zur Korrektur der Helligkeit nicht die Farben ändert. Korrigiere also zuerst im Helligkeitsbereich mit der L*-Kurve und danach die Farbsättigung mit z.B. der CC-Kurve.