Creating processing profiles for general use/de

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Erstellung von Bearbeitungsprofilen für die allgemeine Verwendung

In RawTherapee werden die Sidecar-Files Bearbeitungsprofile bzw. auch Prozessprofile genannt. Ein ganzes Bündel an solchen Bearbeitungsprofilen wird mir RawTherapee mitgeliefert. So kannst du mit einem bereits existierendem Look starten und dies nach eigenem Geschmack modifizieren und somit etwas Zeit sparen. Ein Beispiel ist Pop 1. Es wird dein Bild lebendiger machen, Schatten etwas anheben und Details hervortreten lassen.

Du findest alle diese Standardprofile im Editor oben rechts über den Bearbeitungswerkzeugen, wenn du das Aufklappmenü unter Bearbeitungsprofile öffnest. Ebenso finden sich diese Profile in der Dateiverwaltung im Kontextmenü der Miniaturbilder unter Profiloperationen > Profil (selektiv) anwenden.

Lies auch die Anleitung unter Bearbeitungsprofile des Editors. Insbesondere auch bezüglich Teilprofilen und dem Umschaltbutton Profile-partial.png / Profile-filled.png.


Bearbeitungsprofile erstellen

Wende ein selbstgemachtes Profil über das Kontextmenü in der Dateiverwaltung aus (oder dem Filmstreifen) an.
Wende ein selbstgemachtes Profil über das Aufklappmenü im Editor unter Bearbeitungsprofile an.

Du kannst deine eigenen Bearbeitungsprofile erstellen und sie im Aufklappmenü des Editors (unter Bearbeitungsprofile rechts oben) einfügen lassen.

  • Öffne ein geeignetes Foto von dem ausgehend du so ein Start-Profil anlegen möchtest.
  • Du kannst mit der Neutral-Einstellung beginnen oder eines der mitgelieferten Standardprofile laden.
  • Führe nun die gewünschten Einstellungen zur Bildentwicklung aus.
    Beachte hierbei: Je spezifischer die Einstellungen für dieses Foto ausfallen, desto weniger werden sie in der Anwendung auf andere Fotos funktionieren. Orientiere also auf bestimmte Einstellungen, die für eine größere Zahl ähnlicher Fotos geeignet erscheinen bzw. nur eine Ausgangsbasis darstellen, von der ausgehend diese Bilder fertig entwickelt werden.
    Hier einige Anwendungsfälle:
    Hat deine Kamera einen sehr rauscharmen Sensor, das Objektiv aber eine nicht so hohe Schärfe, könntest du die Einstellungen zum Schärfen des Bildes dafür passend einstellen und das Profil nun zukünftig auf alle Bilder anwende, die in dieser Kamera-Objektiv-Kombination aufgenommen wurden.
    Wenn anders herum deine Kamera ein relativ großes Rauschen bei z.B. ISO3200 besitzt, kannst du (nur) die Rauschunterdrückung entsprechend passend einstellen und das Profil dann auf alle Bilder anwenden, die mit genau diesem ISO-Wert aufgenommen wurden.
  • Wenn du mit den Einstellungen der Werkzeugparameter fertig bis, klicke im Editor auf Gtk-save-large.png Profil speichern (oben rechts unter Bearbeitungsprofile). Gib einen Namen ein, die Endung hängt RawTherapee automatisch an. Wenn du dieses Profil im Aufklappmenü erreichen möchtest, wähle zum Speichern den Pfad des profile-Ordners innerhalb des config-Pfades (s. Konfigurations-Ordner)
  • Starte RawTherapee neu und dein neues Prozessfile erscheint im Aufklappmenü unter Meine Profile.


Teil-Bearbeitungsprofile

Dialogfeld (Ausschnitt) zur Auswahl von Teilen eines Bearbeitungsprofils

Manchmal möchtest du vielleicht nur einen Teil der Einstellwerte speichern. Zum Beispiel um zu vermeiden, dass geometrische Parameter, wie Drehwinkel, Perspektive oder auch Beschnitt überschrieben werden, wenn das Profil geladen wird.

Halte dafür während des Klicks auf Gtk-save-large-dark.png die Taste Strg gedrückt. Nachdem du den Pfad und den Dateinamen vorgegeben hast und auf Speichern gedrückt hast, öffnet sich eine Dialogbox, in der du angeben kannst, welche Parameter gespeichert werden sollen. (Genau so funktioniert es auch, wenn Du ein Profil laden willst, um nur einzelne Werkzeugparameter daraus zu übernehmen.)

Reicht dir diese Selektion noch nicht aus und du möchtest vielleicht nur einzelne Parameter und nicht gleich ganze Werkzeugsettings übernehmen oder auch nur einen Wert in den IPTC-.Daten ändern, kannst du das File nach dem Speichern in einem Texteditor öffnen und dort Parameter entfernen. Siehe dazu auch Teilprofile über die Strg-Taste, insbesondere die kleine Testaufgabe am Ende dieses Abschnitts und die "Lösung" am Seitenende dort.

Denke beim Erstellen der Profile immer an das Ziel, damit universell unterschiedliche Fotos bearbeiten zu können, die über bestimmte Gemeinsamkeiten verfügen, jedoch nicht identisch sind. Setze also möglichst ein Minimum an Einstellungen, um einen bestimmten Effekt zu bekommen und belasse die anderen Parametern in den Grundeinstellungen bzw. speichere sie nicht mit ab. Nutze also intensiv das Anlegen von Teilprofilen, die ganz auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten sind und alle nicht unbedingt dafür notwendige Parameter weg lassen.

"Default"-Bearbeitungsprofile für Raw und Nicht-Raw-Bilder

Beim Laden von bisher nicht bearbeiteten Fotos lädt RawTherapee ein Standardprofil. Im frisch installierten RawTherapee ist das

  • Neutral für Nicht-Raw-Fotos und
  • Default für Raw-Fotos

Hier bedeutet Neutral, dass (fast) sämtliche Parameter so eingestellt sind, dass das Bild beim Abspeichern dem Original entspricht. Bei Nicht-Raw-Fotos ist das zu 100% so. Bei Raw-Fotos allerdings müssen auch bei Neutral ein paar wenige Standardparameter angewendet werden, um das rohe Pixelbild über das Demosaicing zu einem Drei-Kanal-Farbbild umzuwandeln. Dazu gehört auch die Anwendung des Weißabgleichs. Neutral verwendet dabei die von der Kamera abgespeicherten Werte. Mit Default werden allerdings weitere Einstellungen auf das Raw-Foto angewendet. Falls du bei Raw-Fotos auch mit Neutral beginnend deine Bildentwicklung durchführen willst, stelle das in Gtk-preferences.png Einstellungen > Bildbearbeitung > Standard-Bildverarbeitungsparameter um. Wenn du ein eigenes Profil für alle Bilder als Startwert verwenden willst, vielleicht nur mit Autor- und Copyrightinformationen, dann kannst du dein selbst erstelltes Profil ebenfalls dort als Standard einstellen.