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  • Translation: completed and contend added
  • Content completely cleared: yes
  • Expression and didactics checked: completed
  • Spelling checked: no

Ready for publishing: no


Speichern

Die original Bilddatei wird von Rawtherapee nie verändert. Beim Speichern wird aus dem Original und den aktuellen Einstellungen bzw. des Bearbeitungsprofils als Sidecar-File das Resultat berechnet und dann in einem von dir gewählten Format gespeichert.

Es gibt verschiedene Arten ein Bild im Bild-Editor zu speichern:

Direkt speichern

Klickt man im Editor auf das kleine Festplattensymbol Gtk-save-large.png links unterhalb des Vorschaubilds, oder drückt man Ctrl+s, so speichert man direkt. Dies entspricht dem bekannten "Speichern unter" Dialog in vielen Programmen. Du kannst nun den Namen der Ausgabedatei, den Speicherort, das Ausgabeformat (JPEG, TIFF oder PNG), die Bitrate für TIFF und PNG (8 oder 16) und die Kompression festlegen, und du kannst enscheiden ob die Verarbeitungsparameter mit abgespeichert werden sollen. Des Weiteren kannst du wählen ob du wirklich sofort speichern willst oder ob du das Bild doch an den Anfang oder das Ende der Warteschlange stellen willst. Das Tastenkürzel für den "OK" Knopf ist Ctrl+Enter.

Schau dir die Optionen im Dialogfeld an: Wählst du "Bild speichern" wird Rawtherapee dein Bild verarbeiten und speichern nachdem du den "OK" Knopf gedrückt hast. Während des Speicherprozesses wird Rawtherapee langsamer reagieren. Der Verarbeitungsvorgang inkl. Export in das Dateiformat kann durchaus bis in den einstelligen Minutenbereich dauern. Zu empfehlen ist deshalb die Warteschlange zu benutzen, falls du nicht nur dieses eine Bild bearbeiten willst und falls du das Bild nicht sofort benötigst, um weiterarbeiten zu können. Die Warteschlange kannst du nach deiner getanen Arbeit laufen lassen. Kaffee trinken oder die Nachtarbeit für dich beenden. Für die Warteschlange gibt es aber auch einen schnelleren "Hinzufügen"-Button:

Bild zur Warteschlange hinzufügen

Klickst du auf Processing.png (alternativ die oben beschriebene "Direkt speichern"-Methode mit Auswahl der Warteschlange), wird dein Bildentwicklungsauftrag nun tatsächlich einem Stapel zugefügt. Und da bleibt er erstmal liegen und verbraucht keine Prozessorleistung. Damit kannst du sofort die Bearbeitung weiterer Bilder fortsetzen. Oder am gleichen Bild noch andere Einstellungen tätigen. Zum Beispiel das Bild mit anderem Beschnitt oder anderer Auflösung speichern.

Dateiformat wählen

Hier gibt es nun den eigentlich entscheidenden Unterschied zwischen beiden Speichermethoden:

  • Bild speichern Gtk-save-large.png erlaubt dir, für dieses Bild das Dateiformat, gegebenenfalls die Farbauflösung und die Kompressionsstärke vorzugeben. Auch, wenn du es von hier aus in die Warteschlange einfügst.
  • Legst du das Bild einfach nur in die Warteschlang (Processing.png), wird das Zielformat und dessen Einstellungen verwendet, die in dem Register Warteschlange konfiguriert werden.

Automatische Datei-Benennung

RawTherapee unterstützt dich bei der Benennung des gespeicherten Bildes. Im Normalfall nimmt RawTherapee den Raw-Dateinamen, wirft die Dateierweierung weg und hängt statt dessen die Erweiterung des Zielformats an. Aus "Bild1.RAW" wird zum Beispiel "Bild1.jpg".

Dateien überschreiben geht schnell. Nutze deshalb vorzugsweise die Option "Suffix anfügen, falls unter dem Namen bereits eine Datei exisiert". Speicherst du nun das oben genannte Bild noch einmal, wird die erste Variante nicht überschrieben, sondern ein Bild "Bild1-1.jpg" erzeugt. RawTherapee zählt einfach hoch. Das Gleiche passiert, wenn du das gleiche Raw mehrfach, z.B. mit unterschiedlichen Einstellungen, in die [[The_Batch_Queue/de|Warteschlange] legst.

Option Verarbeitungsparameter mit dem Bild speichern

Wenn du ein schon mal früher entwickeltes Foto noch einmal überarbeiten willst, vielleicht für einen Posterdruck oder eine andere Auflösung im Web, könnte es sein, dass das Bearbeitungsprofil, das dem Raw als Sidecar-File beiligt, nicht mehr den Zustand hat, wie zum damaligen Export des bereits entwickelten Fotos. Die Regel ist sowas sogar, wenn du häufig von einer Aufnahme immer gleich mehrere Auflösungen speicherst. Oder verschiedene Beschnitte. Das Sidecar-File steht dann auf dem Stand der letzten Bearbeitung. Willst du aber ein bereits entwickeltes Bild genau vom Zustand der Entwicklung aus noch einmal bearbeiten, ist es eine feine Sache, wenn es zu dem Stand, wo du es erzeugt hast, ein Bearbeitungsprofil gibt.

Wenn du die Bilder grundsätzlich mit dieser Option speicherst, bekommt auch dein gespeichertes JPEG oder TIF oder PNG ein Sidecarfile mit. Nämlich mit dem Stand zum Zeitpunkt der Entwicklung. Dann besitzt du immer ein Parametersetting, mit dem du ganz genau dieses Bild noch einmal aus dem Raw erzeugen kannst. Unabhängig von zwischenzeitlichen Manipulationen am Bildverarbeitungsprofil, das dem Raw von RawTherapee automatisch beigelegt wird.

Eigenheiten der unterschiedlichen Bildformate

Ohne hier detailliert auf die Formate einzugehen, ein paar Stichpunkte, die Du beachten kannst, je nach Weiterverwendung:

  • JPEG ist grundsätzlich komprimiert. Ab 8x% ist die Qualtiät schon sehr akzeptabel. Geeignet für's Web auf alle Fälle. Mit 9x% ist die Qualtät exzellent. Helligkeitsmodulationen werden sehr gut aufgelöst. Allerdings ist die Detaillierung in den Farben immer noch begrenzt. Meist stört das nicht. Benötigst du aber den Erhalt von farbigem Restrauschen, um in einfarbigen schwach strukturierten und großflächigen Bereichen Stufung zu vermeiden (Dithering), solltest du auf 100% Qualität gehen.
  • Mit JPEG kann nur in einer Farbtiefe von 8 Bit pro Kanal gespeichert werden. (Im Gegensatz zu JPEG2000, das derzeit nicht unterstützt wird.)
  • TIFF wird verlustfrei komprimiert, wenn du die Kompression aktivierst. Allerdings sind viele Programme nicht in der Lage, komprimierte TIFFs einzulesen. Teste das und speichere für maximale Kompatibilität im unkomprimierten Modus.
  • PNG wird auch verlustfrei komprimiert. Hier gibt es in der Regel keine Kompatibilitätsprobleme. Und es wird auch von den meisten Softwareprodukten unterstützt.
  • TIFF und PNG werden auch mit 16 Bit Farbtiefe unterstützt. Beide Formate eignen sich demnach zur verlustfreien Übertragung in andere Software zur weiteren Bearbeitung.
  • Die Kompressionsraten bei TIFF und PNG sind in der Fotografie nicht besonders groß. Wenn dein Bild auf 75% schrumpft, ist das schon ein seltenes Ereignis. Normal sind 5...15% Schrumpfgrad.
  • PNG unterstützt die Foto-Metadaten (Exif) nicht. So sehr geeignet das ist, um die Aufnahmebedingungen sicher zu anonymisieren, so ungeeignet ist das, wenn Werkzeuge oder du selbst später diese Daten verwenden möchten.